Paul George

15. März 1907, Berlin – 20. Juni 1942
Paul George

Porträt von Paul George

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1000

Paul George wächst als eines von sechs Kindern eines Kutschers in Berlin-Moabit auf und besucht eine Hilfs­schule. Mit elf Jahren kommt er in die Fürsorge­anstalt Polkwitz in Schlesien, weil er Diebstähle begangen hat. Eine unter Aufsicht begonnene Gärtner­lehre schließt er nicht ab. Er betätigt sich bei Haus­arbeiten in der Anstalt, wird 1925 entlassen und ist anschließend sechs Jahre lang als Mitfahrer tätig. Bereits als Jugend­licher wird er straffällig und ab 1931 mehrmals wegen Diebstahls zu Haft­strafen verurteilt. Von August bis Dezember 1941 begeht er eine Reihe von Wohnungs­einbrüchen.
Am 6. Mai 1942 verurteilt das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin ihn auf Basis der „Volks­schädlings­verordnung“ wegen „fortge­setzten schweren Diebstahls“ zum Tode. Sein Gnaden­gesuch wird abgelehnt und Paul George am 20. Juni 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Paul George

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Ablehnung des Gnadenerweises gegenüber Paul George durch den Reichsjustizminister, 12. Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1000

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee zum Abgang des Gefangenen Paul George vom 20. Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1000

Sterbeurkunde von Paul George vom 20. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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