Leopold Gerard
28. April 1915, Löwen
– 9. Mai 1944
Der Belgier Leopold Gerard kämpft im Zweiten Weltkrieg als Soldat für Frankreich und gerät in deutsche Gefangenschaft. Ab Juni 1941 ist der verheiratete Schlosser als „Zivilarbeiter“ bei Siemens beschäftigt. Etwa ein Jahr später verbüßt Gerard wegen „unerlaubten Entfernens von der Arbeitsstelle“ eine Strafe von acht Wochen in verschiedenen Arbeitslagern. Anschließend ist er für die Firma Mechler in Berlin-Tempelhof tätig.
Von September bis Oktober 1943 soll Gerard gemeinsam mit anderen Zwangsarbeiterinnenn und Zwangsarbeitern Kellereinbrüche begangen und Luftschutzgepäck gestohlen haben. Deswegen verhandelt das Sonder­gericht I bei dem Landgericht Berlin am 28. März 1944 gegen Gerard und neun weitere Angeklagte. Gerard wird auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode verurteilt.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Leopold Gerard, Vater eines fünfjährigen Kindes, am 9. Mai 1944 in Plötzensee ermordet.
Von September bis Oktober 1943 soll Gerard gemeinsam mit anderen Zwangsarbeiterinnenn und Zwangsarbeitern Kellereinbrüche begangen und Luftschutzgepäck gestohlen haben. Deswegen verhandelt das Sonder­gericht I bei dem Landgericht Berlin am 28. März 1944 gegen Gerard und neun weitere Angeklagte. Gerard wird auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode verurteilt.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Leopold Gerard, Vater eines fünfjährigen Kindes, am 9. Mai 1944 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Sterbeurkunde von Leopold Gerard vom 11. Mai 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

