Marcel Gerbohay

3. Mai 1917, Pacé – 9. April 1943
Als Sohn eines Gutsauf­sehers wird Marcel Gerbohay in Pacé geboren. 1934 tritt er in ein katholisches Priester­seminar ein, wo er den Schweizer Maurice Bavaud kennen­lernt. Um Gerbohay und Bavaud bildet sich am Priester­seminar eine Gruppe, die der Politik des national­sozialis­tischen Deutschlands ablehnend gegen­übersteht und mit dem Kampf der Katholiken gegen das NS-System sympa­thisiert.
Marcel Gerbohay plant mit Maurice Bavaud ein Attentat auf Hitler. Bavaud fährt daraufhin am 9. Oktober 1938 nach Deutschland mit der Absicht, Hitler zu töten. Vergeblich wartet er in Berlin, Berchtes­gaden und München auf eine passende Gelegen­heit für das Attentat, und so entschließt er sich, Deutschland wieder zu verlassen. Auf der Rückfahrt wird er festge­nommen und der Gestapo übergeben. Unter dem Druck der Verhöre gesteht Maurice Bavaud seinen Plan, Hitler zu töten und nennt auch Gerbohays Namen.
Marcel Gerbohay wird am 11. Januar 1943 vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt und am 9. April 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marcel Gerbohay

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Marcel Gerbohay vom 10. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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