Paul Gerlach

4. Januar 1913, Erfurt – 7. Januar 1944
Paul Gerlach wird im Alter von 12 Jahren in Fürsorge­erziehung genommen und verbringt seine Jugend in verschie­denen Heimen.
1930 flieht er aus der Landes­erziehungs­anstalt Gut Lüben, lebt vom Betteln und kleineren Dieb­stählen und wird im März 1932 erstmals zu einer Haft­strafe verurteilt. Ende 1938 wird er zu einer sechs­jährigen Zucht­haus­strafe verurteilt, nach deren Verbüßung er als Kraft­fahrer in Erfurt tätig ist.
Im September 1943 wird Paul Gerlach wegen mehrerer Dieb­stähle erneut festge­nommen. Das Sonder­gericht IV beim Land­,gericht Berlin verurteilt ihn am 21. Dezember 1943 als „gefähr­lichen Gewohn­heits­verbrecher” zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird er am 7. Januar 1944 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Gerlach

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Tenor des Todesurteils gegen Paul Gerlach, 23. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2299

Ablehnung des Gnadengesuchs von Paul Gerlach, 5. Januar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2299

Mitteilung über die Hinrichtung von Paul Gerlach, 7. Januar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2299

Sterbeurkunde von Paul Gerlach vom 8. Januar 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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