Georg Gerlich

17. Juli 1899, Beuthen/Oberschlesien (Bytom) – 10. Juni 1943
Georg Gerlich besucht die Unter­offizier­schule und nimmt am Ersten Weltkriegs teil. Nach Kriegs­ende bleibt er bei der Reichs­wehr und dient im 12. Infanterie­regiment in Halberstadt.
Zusammen mit seinem Mitan­geklagten August Golombeck wird er am 9. März 1943 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs“ unter Roland Freisler wegen „Landes­verrats“ zum Tod verurteilt. Den beiden Männern wird vorgeworfen, zwischen 1924 und 1928 militärische Geheimnisse an Polen weiter­gegeben zu haben.
Nach dem „Gesetz zur Ergänzung der Vorschriften gegen Landes­verrat“ vom 22. November 1942 war es möglich geworden, auch Taten aus der Zeit vor der Straf­ver­schärfung bei Landes­verrat im Jahr 1934 mit dem Tode zu bestrafen.
Georg Gerlich und August Golombeck werden am 10. Juni 1943 in der Strafan­stalt Plötzensee ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte von Georg Gerlich

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofes“ gegen August Golombeck und Georg Gerlich, 9. März 1943

Bundesarchiv R 3017/10142

Sterbeurkunde von Georg Gerlich vom 11. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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