Karel Gerlich

14. Mai 1908, Herschmanitz (Heřmanice) – 14. Januar 1943
Karel Gerlich wächst in einer kinder­reichen Arbeiterfa­milie auf und erlernt nach der Bürger­schule den Maler­be­ruf. 1930 bis 1932 leistet er seinen Militär­dienst in der Tschecho­slowa­kischen Armee. 1938 zieht er nach Prag, wo er als Gelegen­heits­arbeiter beschäftigt ist. Von 1929 bis 1936 gehört er der sozial­demokra­tischen Jugend­orga­nisation in der Funktion eines Bücher­warts an und tritt anschließend der Kommu­nistischen Partei der Tsche­choslowakei (KPČ) und deren Unter­gliederung „Solidarität” bei.
Nach dem im Dezember 1938 erfolgten Verbot der KPČ wird die politische Arbeit vielerorts illegal fortgesetzt und nach Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mäh­ren” noch beschleunigt. Karel Gerlich wird im September 1940 in der illegalen KPČ aktiv und Organisa­tions­leiter im Kreis Prag-Stadt. Außerdem kontrolliert er die Tätigkeit des technischen Kreis­appa­rats, der für die Herstel­lung und Verbreitung kommu­nistischer Flugschriften zu­ständig ist.
Karel Gerlich, der verheiratet und Vater eines Klein­kinds ist, wird am 12. März 1941 festge­nommen, am 21. Sep­tember 1942 vom 5. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 14. Januar 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Gerlich

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Karel Gerlich und František Ježek vom 21. September 1942

Bundesarchiv R 3017/10051

Arbeitszeugnis für Karel Gerlich von seinem Ausbilder vom 4. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/10052

Bescheid über die Hinrichtung von Karel Gerlich vom 15. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/10052

Sterbeurkunde von Karel Gerlich vom 15. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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