Antonín Gibiš

31. Mai 1902, Packswill (Packowice) – 11. Mai 1943
Antonín Gibiš

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Antonín Gibiš, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-16

Antonín Gibiš ist nach der Reife­prüfung im Bankfach und als Privat­beamter tätig und betreibt zuletzt als Makler ein Büro in Prag. 1922 bis 1925 leistet er seinen Militär­dienst, 1930 wird er nach einer militäri­schen Übung zum Leutnant befördert.
Anfang Mai 1939 wird Antonín Gibiš von seinem Bekann­ten Antonín Bobek für die im Entstehen begrif­fene Mili­tärorgani­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) geworben. Diese vornehmlich aus vor­maligen Offizieren bestehende Organi­sation sucht eine Geheim­armee aufzu­bauen und plant den bewaffneten Aufstand gegen die deutsche Besatzung.
Antonín Gibiš über­nimmt die Führung einer Kompanie in Prag, der wiederum Züge und Unter­gruppen unter­stellt sind, und wirbt Karel Čurda und Josef Šubrt als Zugfüh­rer. Er beteiligt sich auch an der Beschaffung von Waffen.
Nach seiner Fest­nahme am 6. April 1940 verurteilt der „Volks­gerichtshof” Antonín Gibiš mit Antonín Bobek, Karel Čurda, Josef Šubrt und zwei weiteren beteiligten Männern am 5. Dezember 1942 zum Tode. Antonín Gibiš wird am 11. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Antonín Gibiš

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Bobek und andere vom 5. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-2

Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Antonín Gibiš und andere vom 22. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-19

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über den Abgang des Gefangenen Antonín Gibiš vom 11. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-21

Sterbeurkunde von Antonín Gibiš vom 12. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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