Anton Giemza

4. April 1896, Katarzynopole – 7. September 1943
Anton Giemza wird am 4. April 1896 in Katarzynopole geboren. Nach Ende seiner Schulzeit arbeitet er zunächst in Deutschland und wird im Herbst 1916 zum deutschen Heer eingezogen. Im Herbst 1923 wandert er nach Frankreich aus und hat dort in den folgenden Jahren mehrere Arbeitsstellen in Paris und Umgebung. 1941 kommt er als „Zivilarbeiter” nach Hamburg und ist dort bis zu seiner Festnahme am 6. März 1942 als Auto­schlosser tätig.
Giemza wird zusammen mit Johann Plesinski und Jan Szałański, ebenfalls polnische „Zivilarbeiter”, be­schuldigt unter französischen und polnischen „Zivilarbeitern“ für den Kommunismus geworben, aus Frankreich eingeführtes kommunistisches Propagandamaterial verlesen und weitergegeben zu haben. Die drei Männer werden am 27. April 1943 vor dem „Volksgerichtshof” angeklagt und am 11. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat in Verbin­dung mit landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Johann Plesinski und Anton Giemza gehören zu der ersten Gruppe von acht Männern, die während der sogenannten Blutnächte am 7. September 1943 um 19.30 Uhr im Strafgefängnis Plötzensee erhängt werden. Jan Szałański wird am selben Abend um 21.45 Uhr ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Anton Giemza

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański vom 27. April 1943

Bundesarchiv R 3017/13684

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański vom 11. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/13684

Stellungnahme der Geheimen Staatspolizei im Gnadenverfahren von Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański, 6. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/48571

Sterbeurkunde von Anton Giemza vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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