Heinrich Girr
Am 9. Dezember 1942 wird Heinrich Girr unter dem Vorwurf fest­genommen, gemeinsam mit französischen und belgischen „Zivil­arbeitern“ Diebstähle begangen und das Diebesgut an Hehler weiter­verkauft zu haben. Seine Mutter Anna, die jüdischer Herkunft ist, und die Brüder Günther und Max werden mit ihm angeklagt, da sie die gestohlenen Waren teilweise an sich genommen haben sollen.
Heinrich Girr wird auf der Grundlage der „Volks­schädlings­verordnung” wegen „Einbruchdiebstahls” vom Sondergericht VII beim Landgericht Berlin am 20. Februar 1943 zum Tode verurteilt und am 21. April 1943 in Plötzensee ermordet. Max und Günther Girr erhalten jeweils sechs Monate Gefängnis.
Anna Girr wird am 10. September 1943 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Heinrich Girr
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Heinrich Girr vom 22. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





