Hans Giza

15. Oktober 1923, Groß Döbern/Kreis Oppeln (Dobrzeń Wielki) – 10. Juni 1943
Hans Giza

Erkennungsdienstliches Foto von Hans Giza

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3354

Hans Giza steht seit seinem 14. Lebensjahr unter Fürsorge­erziehung, nachdem er verschiedene Diebstähle begangen hat. 1939 beginnt er zunächst eine Lehre als Schleifer, arbeitet dann jedoch als Automaten­einrichter.
Im Frühjahr 1942 überfällt er in den späten Abend- und Nacht­stunden gemeinsam mit weiteren Jugendlichen homo­sexuelle Männer in der Nähe des Berliner Alexander­platzes und raubt diese aus.
Hans Giza wird am 17. November 1942 gemeinsam mit Eduard Rondio, Günter Mäurich und Harry Kelemen vom Sonder­gericht VI beim Land­gericht Berlin auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verordnung” zum Tode verurteilt.
Während Harry Kelemen begnadigt wird, werden die Gnaden­gesuche der drei anderen Männer abgelehnt. Sie werden am 10. Juni 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hans Johann Giza

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Gnadenverfahren von Günter Mäurich, Hans Giza, Eduard Rondio und Harry Kelemen

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3354

Mitteilung über die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Hans Giza, 11. Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3353

Sterbeurkunde von Hans Giza vom 11. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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