Hans Glaubauf

10. Juni 1901, Graupen (Krupka) – 8. Oktober 1942
Hans Glaubauf

Hans Glaubauf

Privatbesitz

Hans Glaubauf, Sohn einer jüdischen Familie, studiert nach dem Abitur in Wien Staats­wissen­schaften, promo­viert 1923 zum Dr. rer. pol. und arbeitet als Statis­tiker. Er schließt sich der kommu­nistischen Partei an und ar­beitet als Schrift­steller und Journalist in Wien und Berlin für verschie­dene kommu­nistische Zeitungen. Ab 1926 lebt er in Moskau und ist am dortigen Marx-Engels-Institut be­schäftigt und führt Aufträge der Kom­munis­tischen Inter­nationale aus.
Nach seiner Rück­kehr nach Österreich arbeitet er für die „Rote Fahne” in Wien. Von 1929 bis 1931 lebt er in Frank­reich, wird dort im September 1931 aber ausge­wiesen und geht nach Berlin, wo er zunächst für eine Sowje­tische Rohöl­vertrieb­firma (Derop) und dann für das Inter­natio­nale Büro des Bundes der Freunde der Sowjet­union arbeitet.
1933 flieht Hans Glaubauf in die Nieder­lande, später ar­beitet er für die Kommu­nistische Inter­nationale in ver­schie­denen europäischen Ländern (Schweiz, Schweden, Frankreich und Groß­britannien) und in den USA und wirkt von dort aus aktiv gegen das NS-Regime. 1939 wird Glaubauf in Colombes bei Paris inter­niert und schließlich im August 1940 in Paris festge­nommen.
Hans Glaubauf wird am 17. August 1942 vom „Volksge­richts­hof” zum Tode verur­teilt und am 8. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hans Glaubauf

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Hans Glaubauf, 17. August 1942

Bundesarchiv R 3017/2509

Sterbeurkunde von Hans Glaubauf vom 9. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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