Erich Gloeden

23. August 1888, Berlin – 30. November 1944
Erich Gloeden

Erich Gloeden

Privatbesitz

Erich Gloeden studiert Architektur und promoviert 1915 an der Technischen Hochschule Dresden, 1919 wird er zum Regierungsbaumeister ernannt. 1938 heiratet er die Juristin Elisabeth-Charlotte Kuznitzky (genannt Liselotte).
Das Ehepaar unterstützt verfolgte Jüdinnen und Juden, besorgt falsche Pässe und Lebensmittel oder gewährt und organisiert Unterschlupf. Nach dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 verstecken sie den untergetauchen General der Artillerie Fritz Lindemann zunächst im Nach­barhaus, wo Liselotte Gloedens Mutter Elisabeth Kuznitzky wohnt, dann in ihrer eigenen Wohnung in der Kastanienallee 23 in Berlin-Charlottenburg.
Nach einer Denunziation stürmt ein Gestapo-Kommando am 3. September 1944 die Wohnung der Gloedens. Als Lindemann versucht, sich aus dem Fenster zu stürzen, schießen die Gestapo-Beamten auf ihn. Er stirbt am 22. September 1944 im Berliner Polizeikrankenhaus.
Liselotte und Erich Gloeden und Elisabeth Kuznitzky werden festgenommen und am 27. November 1944 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt. Drei Tage später wird Erich Gloeden gemeinsam mit seiner Ehefrau und seiner Schwiegermutter im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Elisabeth-Charlotte und Erich Gloeden sowie Elisabeth Kuznitzky, 27. November 1944

Bundesarchiv NS 6/20

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