Carl Friedrich Goerdeler
Seit 1935 hat er heftige Auseinandersetzungen mit der NSDAP. 1936 reicht er seinen Rücktritt ein. Nach seiner Entlassung als Oberbürgermeister im April 1937 wird Goerdeler als Berater der Robert Bosch GmbH tätig und unternimmt in Deutschland und im Ausland ausgedehnte Reisen. Dabei wirbt er für die Ziele seiner gegen die Nationalsozialisten gerichteten Politik. Goerdeler wird zum Mittelpunkt der zivilen Widerstandskreise. In zahlreichen Denkschriften kritisiert er Ende der 1930er Jahre Hitlers Wirtschafts- und Rüstungspolitik und warnt vor deren Konsequenzen, die in den Krieg münden müssen. Nach einem gelungenen Staatsstreich ist er für das Amt des Reichskanzlers vorgesehen.
Bereits vor dem 20. Juli 1944 wird Goerdeler von der Gestapo gesucht. Im August 1944 wird ein Großteil seiner Familie in „Sippenhaft” genommen. Nach dem Umsturzversuch kann Carl Friedrich Goerdeler zunächst entkommen, wird kurz darauf denunziert und am 8. September 1944 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt. Auf Befehl Hitlers wird er erst fünf Monate später nach ausführlichen Vernehmungen am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Carl Friedrich Goerdeler vor dem "Volksgerichtshof", 7. September 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Carl Friedrich Goerdeler, Wilhelm Leuschner, Josef Wirmer, Ulrich von Hassell und Paul Lejeune-Jung, 8. September 1944
Bundesarchiv R 3018/17548
Schreiben an Ernst Kaltenbrunner über die Vollstreckung der Todesurteile gegen Goerdeler und Popitz, 22. November 1944
Bundesarchiv R 3018/17548

























