Fritz Goerdeler

6. März 1886, Schneidemühl (Piła ) – 1. März 1945
Fritz Goerdeler

Fritz Goerdeler

Privatbesitz

Fritz Goerdeler, der jüngere Bruder Carl Friedrich Goerdelers, studiert Jura und beginnt 1913 eine Verwaltungstätigkeit im Kommunaldienst in Remscheid. Im selben Jahr heiratet er seine Schwägerin Sabine Ulrich, aus der Ehe gehen vier Kinder hervor. Er nimmt als Oberleutnant am Ersten Weltkrieg teil und lässt sich anschließend als Rechtsanwalt nieder. Goerdeler tritt aus monarchis­tischer Überzeugung in die Deutsch-Nationale Volkspartei ein und gehört dem ostpreußischen Provinziallandtag an. 1920 wird er zum Bürgermeister von Marienwerder gewählt.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gibt er seinen Posten als Bürgermeister auf und geht als Stadtkämmerer nach Königsberg. Beim Überfall auf Polen im Jahr 1939 wird er als Hauptmann eingezogen und als Batterieführer eingesetzt.
Fritz Goerdeler, der seinem älteren Bruder Carl Friedrich Goerdeler sehr nahe steht, ist bereits früh über dessen oppo­sitionelle Tätigkeiten informiert und folgt ihm schließlich in den Widerstand. Er übernimmt die Aufgabe, in Königsberg Verbündete für den geplanten Staats­streich zu werben.
Nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 nimmt die Gestapo auch Fritz Goerdeler fest. Er wird am 23. Februar 1945 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 1. März 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Todesurteil des „Volksgerichtshofes" gegen Fritz Goerdeler, 23. Februar 1945

Bundesarchiv NS 6/22

Gefangenenkarte von Fritz Goerdeler

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

zurück