Johann Gogler
Er und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Josef Gogler werden im Frühjahr 1941 als polnische „Zivilarbeiter” zum Barackenbau in einem britischen Kriegsgefangenenlager in Sagan-Carlswalde eingesetzt. Unter den Kriegsge­fangenen befinden sich auch Polen, die in die Royal Air Force eingetreten sind.
Johann und Josef Gogler treten mit den Kriegs­gefangenen in Kontakt, befördern unter Umgehung der Postzensur Briefe an deren Angehörige und fertigen Pläne von der Umgebung des Lagers an, die zur Flucht genutzt werden können.
Johann und Josef Gogler werden am 6. Oktober 1942 festgenommen und wegen „landesverräterischer Feind­begünstigung” angeklagt. Der 3. Senat des „Volksge­richtshofs” verurteilt Johann Gogler am 21. April 1943 zum Tode, sein Bruder Josef wird wegen Mangels an Beweisen freigesprochen.
Johann Gogler wird am 6. August 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Johann Gogler
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Johann und Josef Gogler vom 3. März 1943
Bundesarchiv R 3017/10123
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Gogler vom 21. April 1943
Bundesarchiv R 3017/10123
Sterbeurkunde von Johann Gogler vom 7. August 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung













