Karl Goldmann

3. März 1886, Leipzig – 11. Januar 1943
Karl Goldmann

Polizeiaufnahme von Karl Goldmann, 1940

Bundesarchiv R 3017/1031

Der Statistiker und technische Zeichner Karl Goldmann gibt nach 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft und der einset­zenden Verfolgung durch das NS-Regime seine Wirt­schafts­prüfer­praxis in Berlin auf und zieht nach Belgien. In Brüssel baut er sich eine neue Existenz auf. Er wird Über­setzer und avanciert zu einem journalis­tischen Experten für deutsche Wirtschafts­fragen.
Im Laufe der Zeit kommt er auch in Kontakt zu Mitar­beitern des britischen Nach­richten­dienstes und informiert diese aufgrund seiner Analyse der deutschen Presse, vor allem der Wirtschafts­berichte, über die Rüstungs­anstrengungen Deutschlands.
Nach der Besetzung Belgiens durch die Wehr­macht wird Karl Goldmann festge­nommen, vom 3. Senat des „Volksge­richtshofs” am 5. November 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt und am 11. Januar 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Goldmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Goldmann, 3. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/10131

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Goldmann, 5. November 1942

Bundesarchiv R 3017/10131

Sterbeurkunde von Karl Goldmann vom 12. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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