Sophie Golembiewski

8. Februar 1907, Pelplin/Dirschau – 7. August 1942
Sophie Golembiewski wird 1907 als Tochter von Franz und Valerie Golembiewski geboren. Ihr Vater arbeitet bei der polnischen Eisenbahnverwaltung in Danzig und die Familie gilt bei den polnischen Behörden in Danzig als polnisch. Sophie Golembiewski absolviert die Höhere Handelsschule und ist anschließend bis 1931 als Stenotypistin und Kontoristin in Danziger Firmen tätig.
Von Januar 1933 bis Ende 1938 übermittelt sie dem polnischen Nachrichtendienst Informationen insbesondere über die militärischen Aufrüstung in Deutschland und wirbt hierfür auch ihren Bruder Alexander an, der in die SA eintritt und an militärischen Lehrgängen in Danzig teilnimmt; sie selbst tritt 1933/34 in NS-Organisationen ein.
Sie wird am 21. Dezember 1939 festgenommen und am 14. Mai 1942 vom 5. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Ihre Mutter und ihre Geschwister erhalten mehrjährige Zuchthausstrafen.
Sophie Golembiewski wird am 7. August 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Sophie Golembiewski

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Sophie Golembiewski und ihre Angehörigen vom 14. Mai 1942

Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig 20036, Nr. 15999

Sterbeurkunde von Sophie Golembiewski vom 7. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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