Erich Goller

29. Juli 1899, Leipzig – 8. Oktober 1942
Erich Goller

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Erich Goller, 1941

Bundesarchiv R 3018/660

Erich Goller ist nach dem Besuch der Volks­schule zunächst in Köln-Kalk als Hilfs­arbeiter tätig. Mit 16 Jahren meldet er sich als Frei­williger an die Front und gerät im August 1916 in franzö­sische Kriegs­gefangen­schaft. Erst im Januar 1920 kehrt er nach Köln zurück und arbeitet als Kran­führer. Wegen seiner Betei­ligung an einem Streik wird er 1923 entlassen und verdient seinen Lebens­unter­halt in der Folgezeit als Straßen­händler und Versiche­rungs­agent.
Seit 1922 ist er gewerk­schaftlich organi­siert und gehört dem Metall­arbeiter­verband und zeitweise der Revolu­tionären Gewerk­schafts-Oppo­sition (RGO) an. Zudem ist er aktives Mitglied der KPD, der Roten Hilfe und ab 1927 des Roten Front­­kämpfer­bundes.
1933 flieht Erich Goller ins Saar­gebiet, wo er die kommu­nistischen Einheits­frontbe­strebungen unter­stützt und sich an Flugblatt­aktionen beteiligt. 1935 emigriert er nach Frankreich und meldet sich zu einem Aus­bildungs­lehrgang im franzö­sischen Heer. Im September 1939 erhält er einen Gestel­lungs­befehl, kann den Lehrgang jedoch nicht beenden, da er wegen seiner politischen Betätigung in Haft genommen und anschließend interniert wird. Im Januar 1941 meldet er sich zur Rück­kehr nach Deutschland, wo er am 4. April festge­nommen wird.
Erich Goller wird am 21. Juli 1942 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” und „landes­verrä­terischer Waffen­hilfe” zum Tode verurteilt. Er wird am 8. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erich Goller

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Erich Goller, 21. Juli 1942

Bundesarchiv R 3018/660

Gnadengesuch von Erich Goller, 28. Juli 1942

Bundesarchiv R 3018/660

Ablehnung des Gnadengesuchs von Erich Goller, 30. September 1942

Bundesarchiv R 3018/660

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Erich Goller, 8. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3018/660

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