Erich Goller
Seit 1922 ist er gewerkschaftlich organisiert und gehört dem Metallarbeiterverband und zeitweise der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO) an. Zudem ist er aktives Mitglied der KPD, der Roten Hilfe und ab 1927 des Roten Frontkämpferbundes.
1933 flieht Erich Goller ins Saargebiet, wo er die kommunistischen Einheitsfrontbestrebungen unterstützt und sich an Flugblattaktionen beteiligt. 1935 emigriert er nach Frankreich und meldet sich zu einem Ausbildungs­lehrgang im französischen Heer. Im September 1939 erhält er einen Gestellungsbefehl, kann den Lehrgang jedoch nicht beenden, da er wegen seiner politischen Betätigung in Haft genommen und anschließend interniert wird. Im Januar 1941 meldet er sich zur Rück­kehr nach Deutschland, wo er am 4. April festgenommen wird.
Erich Goller wird am 21. Juli 1942 vom „Volksgerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” und „landes­verräterischer Waffenhilfe” zum Tode verurteilt. Er wird am 8. Oktober 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Erich Goller
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Erich Goller, 21. Juli 1942
Bundesarchiv R 3018/660
Gnadengesuch von Erich Goller, 28. Juli 1942
Bundesarchiv R 3018/660
Ablehnung des Gnadengesuchs von Erich Goller, 30. September 1942
Bundesarchiv R 3018/660
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Erich Goller, 8. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3018/660

























