August Golombeck

29. August 1892, Eichenberg/Lublinitz (Lubliniec) – 10. Juni 1943
August Golombeck nimmt am Ersten Welt­krieg teil und dient anschließend in der Reichs­wehr im 12. Infanterie­regiment in Halber­stadt. Nach einem schweren Unfall wird er 1923 im Rang eines Unter­offiziers aus der Reichs­wehr entlassen und zieht nach Oberschlesien, zunächst nach Beuthen (Bytom), später ins zu Polen gehörende Königs­hütte (Chorzów).
August Golombeck wird im Juli 1940 festge­nommen und am 9. März 1943 vom „Volks­gerichtshof” gemeinsam mit seinem Mitan­geklagten Georg Gerlich wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Den beiden Männern wird vorge­worfen, zwischen 1924 und 1928 militärische Geheimnisse an Polen weiter­gegeben zu haben. Nach dem „Gesetz zur Ergänzung der Vor­schriften gegen Landes­verrat” vom 22. November 1942 war es möglich geworden, auch Taten aus der Zeit vor der Straf­verschärfung bei Landes­verrat im Jahr 1934 mit dem Tode zu bestrafen.
August Golombeck und Georg Gerlich werden am 10. Juni 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von August Golombeck

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen August Golombeck und Georg Gerlich, 9. März 1943

Bundesarchiv R 3017/10142

Sterbeurkunde von August Golombeck vom 11. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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