Arthur Gose

13. Februar 1920, Berlin – 2. März 1939
Arthur Gose arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule, die er ohne Abschluss verlässt, zunächst in der Land­wirt­schaft, später als Hilfs­arbeiter in verschie­denen Betrieben. 1937 tritt er in das National­sozialis­tische Kraft­fahr­korps (NSKK) ein. Anfang 1939 arbeitet er durch Vermitt­lung des Arbeits­amtes bei einer Baufirma in Zossen.
In den Abend­stunden des 22. Febru­ar 1939 gelingt es dem mit seiner NSKK-Uni­form beklei­deten Arthur Gose nach drei vergeb­lichen Versuchen, gemein­sam mit seinem Bruder Heinz ein Auto auf der Land­straße von Marzahn nach Hönow zu stoppen. Er bedroht den Fahrer mit einer Schreck­schuss­pistole und raubt zehn Reichs­mark. Anschließend fliehen er und sein Bruder mit dem gestoh­lenen Auto. Bereits in der Nacht wird Arthur Gose jedoch gemein­sam mit einem Kollegen festge­nommen. Er ver­sucht zunächst, sich der Fest­nahme mit Hilfe seines NSKK-Dol­ches zu wider­setzen, was jedoch nicht gelingt.
Das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin verur­teilt Arthur Gose bereits am 27. Februar 1939 auf der Grund­lage des im Juni 1938 erlas­senen „Gesetzes gegen Straßen­raub mittels Auto­fallen” zum Tode. Er wird am 2. März 1939 im Alter von 19 Jahren im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Arthur Gose

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Arthur Gose vom 2. März 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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