Paul Gossert

4. Februar 1915, Heegermühle – 30. September 1943
Paul Gossert wird am 4. Februar 1915 in Heeger­mühle geboren und beginnt nach dem Besuch der Volks­schule eine Ausbildung zum Konditor, die er ohne Abschluss abbricht. Wegen mehrerer Dieb­stähle in Berlin wird er zwischen 1934 und 1938 zu Gefängnis­strafen verurteilt. Im Januar 1941 wird er als Streicher für die Deutschen Kabel­werke dienst­verpflichtet. Weil er dort seit Oktober 1942 fehlt, wird er wegen Arbeits­verweigerung erneut zu einer Gefängnis­strafe verurteilt.
Paul Gossert stiehlt zusammen mit seinem Bekannten Josef Schauenberg am 13. März 1943 in der Rosen­thaler Straße in Berlin aus einer Druckerei eine Schreib­maschine, einen Heiz­ofen und einen Volks­empfänger. Ende April entwenden beide aus einer Gast­wirtschaft eine größere Menge Spirituosen und ein Rund­funkgerät, welches Gossert weiterverkauft.
Beide Männer werden am 22. September 1943 vom Sonder­gericht VI bei dem Land­gericht Berlin wegen „Verbrechens gegen die Volks­schädlings­verord­nung in Verbindung mit Diebstahl“ zum Tode verurteilt und am 30. September 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Gossert

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Ablehnung des Gnadenerweises für Paul Gossert und Josef Schauenberg vom 30. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2075

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee zum Abgang des Gefangenen Paul Gossert vom 30. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2074/1

Sterbeurkunde von Paul Gossert vom 2. Oktober 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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