Max Gottheiner

21. Februar 1920, Bernburg – 8. Juli 1943
Max Gottheiner

Gestapoaufnahme von Max Gottheiner

Landesarchiv Berlin A Rep. 355 Nr. 2769

Max Gottheiner wird als Sohn des jüdischen Kauf­manns Wilhelm Gottheiner und seiner Frau Hulda geb. Cohen geboren. Er besucht die Volks­schule und macht anschließend eine kauf­männische Lehre als Dekorateur. Ein halbes Jahr arbeitet er als Verkäufer, später als Tiefbau­arbeiter. In Berlin erlernt er den Schlosser­beruf.
Beide Eltern werden deportiert. Als Max Gottheiner die Nachricht erhält, dass er ebenfalls deportiert werden soll, taucht er unter und lebt illegal in Berlin. Mit den ebenfalls von Depor­tation bedrohten „Geltungs­juden” Gerhard Redlich und Heinz Riechert gibt er sich fortan als Kriminal­beamter aus, durch­sucht Wohnungen und beschlag­nahmt Wertgegenstände von Juden, bis sie im Dezember 1942 gefasst werden.
Das Sondergericht VII beim Land­gericht Berlin verurteilt Max Gottheiner, Gerhard Redlich und Heinz Riechert am 14. Mai 1943 zum Tode.
Max Gottheiner, Gerhard Redlich und Heinz Riechert werden am 8. Juli 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Max Gottheiner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Max Gottheiner vom 9. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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