Helene Gotthold
Auch nach dem Verbot der religiösen Gemeinschaft in Preußen im Juni 1933 halten sie an ihrem Glauben fest. Sie beteiligen sich weiterhin an der Missionstätigkeit der Zeugen Jehovas, nehmen an verbotenen Zusammenkünften teil und verbreiten illegal hergestellte Publikationen und Flugblätter.
Friedrich Gotthold wird 1936 erstmals in Haft genommen, Helene Gotthold wird im folgenden Jahr festgenommen und zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt.
Im Februar 1944 werden Helene und Friedrich Gotthold erneut festgenommen und zunächst in Essen inhaftiert.
Helene Gotthold wird gemeinsam mit sechs weiteren Zeugen Jehovas am 4. August 1944 vom 6. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Wehrkraftzersetzung in Verbindung mit landesverräterischer Begünstigung des Feindes” zum Tode verurteilt und am 8. Dezember 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Friedrich Gotthold wird zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt und kann das Kriegsende überleben.
Dokumente
Helene Gotthold mit ihrer Tochter Gisela und ihrem Sohn Gerd
Privatbesitz
Anklageschrift gegen Luise Pakull, Else Woicziech, Mathilde Hengeveld, Henriette Meyer, Helene und Friedrich Gotthold und drei weitere Zeugen Jehovas, 24. Mai 1944
Bundesarchiv R 3017/33995
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Luise Pakull, Else Woicziech, Mathilde Hengeveld, Henriette Meyer, Helene und Friedrich Gotthold und drei weitere Zeugen Jehovas, 4. August 1944
Bundesarchiv R 3017/33995
Sterbeurkunde von Helene Gotthold vom 11. Dezember 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
























