John Graudenz
Zwischen 1923 und 1924 ist er ständiger Korrespondent der UP in Moskau und führt bis 1928 eine eigene Fotoagentur. Anschließend ist er als Korrespondent für die „New York Times” tätig.
Graudenz hat Kontakt zu kommunistischen Widerstandskreisen und lernt 1940 Harro Schulze-Boysen kennen. Dieser ist einer der führenden Köpfe der Widerstandsgruppe Rote Kapelle.
Im Februar 1942 ist Graudenz an der Ausarbeitung und Herstellung der Flugschrift „Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk” beteiligt und gehört zu den Initiatoren der Zettelklebeaktion gegen die antisowjetische Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies” am 17. und 18. Mai 1942. Er hat zudem Kontakte zu Hitlergegnern in Heidelberg.
Graudenz, seine Frau und die beiden Töchter werden am 12. September 1942 festgenommen. Am 19. Dezember 1942 verurteilt ihn das Reichskriegsgericht im ersten Prozess gegen die Rote Kapelle zum Tode. Auf Befehl Hitlers wird Johannes Graudenz am 22. Dezember 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Feldurteil des Reichskriegsgerichts gegen Schulze-Boysen, Harnack, Graudenz und andere, 19. Dezember 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag
Meldung über die Verbreitung von Klebezetteln gegen die Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies” in der Nacht auf den 18. Mai 1942
Bundesarchiv Bundesarchiv R 58/204
Flugschrift der Roten Kapelle „Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk”, Februar 1942
Bundesarchiv R 58/4105
Sterbeurkunde von John Graudenz vom 23. Dezember 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




































