Vladimír Grégr
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht weitet er seine Kontakte zwecks politischer Unterrichtung aus und bewegt sich im Umfeld der sich formierenden zivilen Widerstandsgruppe Politické ústředí (PÚ – Politische Zentrale). Er kommt auch in Kontakt mit führenden Persönlichkeiten der Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation).
Als Vladimír Grégr Ende 1939 von der Möglichkeit erfährt, über den Eisenbahner Ctibor Träger Tschechen heimlich über die Grenze ins Ausland zu bringen, vermittelt er Kontakte, die schließlich am 22. Januar 1940 die Flucht des Landwirtschaftministers Ladislav Karel Feierabend ermöglichen. Dieser steht der PÚ nahe und schließt sich der tschechoslowakischen Exilregierung in London an.
Mitte März 1940 wird Vladimír Grégr festgenommen. Am 10. September 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zusammen mit Zdeněk Mejstřík wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Vladimír Grégr wird am 22. Februar 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vladimír Grégr
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Zdeněk Mejstřík und andere vom 14. März 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-3
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Zdeněk Mejstřík und andere vom 10. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-4
Bekanntmachung der Hinrichtung von Zdeněk Mejstřík und Vladimír Grégr, plakatiert 1943 in Prag
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-12
Sterbeurkunde von Vladimír Grégr vom 23. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
































































