Medardo Griotto
Robinson wird zum Sektionsleiter für den Bereich Schweiz, Frankreich und Großbritannien, seine Lebens­gefährtin sichert die Verbindung nach Berlin und über die sowjetische Handelsvertretung dort auch bis zum Juni 1941 nach Moskau. Medardo Griottos Fähigkeit, gefälschte Pässe und Stem­pel herzustellen, wird von verschiedenen Seiten genutzt. Später wird Griotto Funker für Robinson und ist einer seiner wichtigsten Helfer.
Auch Griottos Frau Anna arbeitet für Robinson. Sie ist als Kurierin für dessen Gruppe in Frankreich tätig und hilft ihrem Ehemann bei der illegalen Arbeit.
Medardo Griotto wird im Dezember 1942 festgenom­men. Untersuchungsführer und Ankläger ist Oberst­kriegsgerichtsrat Manfred Roeder. Er soll die Mitglieder einer losen Verbindung von Menschen unterschiedlichster politischer Herkunft und Überzeugung mit dem zu Fahndungszwecken erfundenen Namen „Rote Kapelle” verurteilen.
Wegen seiner politischen Betätigung ergeht gegen Medardo Griotto im März 1943 das Todesurteil. Er wird nach Berlin überstellt und am 28. Juli 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Ermittlungsbericht an den Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei Heinrich Himmler über die „Rote Kapelle” vom 24. Dezember 1942
Bundesarchiv NS 19/2040
Sterbeurkunde von Medardo Griotto vom 29. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung











