Kurt Gröbe

14. Juli 1900, Trebnitz/Kreis Weißenfels – 8. September 1943
Kurt Gröbe

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Kurt Gröbe, 1943

Bundesarchiv R 3017/32179

Kurt Gröbe absolviert nach der Volksschule eine Lehre als Schlosser und wird im Mai 1918 zum Wehrdienst eingezogen. Er kommt im Ersten Weltkrieg jedoch nicht mehr zum Einsatz und gehört ab 1919 einem Freikorps an. Anschließend lebt er in Halle und arbeitet in ver­schiedenen Industriebetrieben. 1925 schließt er sich dem Roten Frontkämpferbund an und ist im Bauarbeiter­verband organisiert.
Kurt Gröbe, der mehrfach wegen Eigentumsdelikten vorbestraft ist, wird am 16. April 1943 festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, sich gegenüber Arbeitskollegen negativ über das NS-Regime und den Kriegsverlauf geäußert zu haben. So soll er eine deutsche Kriegs­niederlage vorausgesagt und behauptet haben, der „Führer” habe einen Nervenzusammenbruch erlitten. Zudem soll er die ausländischen „Zivilarbeiter” in seinem Betrieb zur Arbeitsniederlegung aufgefordert haben.
Am 30. Juli 1943 wird Kurt Gröbe vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” und „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Kurt Gröbe wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Kurt Gröbe

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Kurt Gröbe, 30. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/32179

Stellungnahme der Gestapo zum Gnadengesuch von Kurt Gröbe und zum Umgang mit seinem Leichnam, 12. August 1943

Bundesarchiv R 3017/32179

Sterbeurkunde von Kurt Gröbe vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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