August Gruber
Ab dem Jahr 1919 ist August Gruber Mitglied der Sozial­demokratischen Partei Österreichs (SPÖ) und der Freien Gewerkschaften, bis beide Organisationen 1934 zwangs­weise aufgelöst werden. Zwischen 1924 und 1934 ist er Gruppen-Vertrauensmann der Eisenbahner und seit 1925 Mitglied im Republikanischen Schutzbund.
Obwohl er 1934 pensioniert wird, stellt die Eisenbahn-Gesellschaft ihn ab März 1938 wieder als Fahrdienstleiter ein.
Gruber gehört nach dem „Anschluss” Österreichs ab Anfang 1940 an leitender Stelle der Organisation der illegalen „Revolutionären Sozialisten Österreichs” als Gruppenführer und Vertrauensmann an. Aus zuverläs­sigen ehemaligen Mitgliedern der SPÖ und der Freien Gewerkschaften baut er auch in seinem Betrieb eine Gruppe auf, für die er Mitglieder anwirbt und Mit­gliedsbeiträge kassiert.
Der Bahnbeamte wird deswegen vom 6. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 8. Januar 1943 wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 23. März 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von August Gruber
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen August Gruber vom 8. Januar 1943
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien
Sterbeurkunde von August Gruber vom 24. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















