August Gruber

13. April 1894, Aurolzmünster – 23. März 1943
August Gruber

Erkennungsdienstliche Aufnahme von August Gruber

Bundesarchiv R 3018/822

August Gruber wird am 13. April 1894 in Aurolz­münster geboren. Er nimmt als Soldat am Ersten Welt­krieg teil und wird mehr­mals mit Tapfer­keits­medaillen ausge­zeichnet. Nach dem Krieg, aus dem er als Feld­webel zurück­kehrt, ist er als Ange­stellter der Salzburger Eisen­bahn- und Tramway-Gesell­schaft tätig.
Ab dem Jahr 1919 ist August Gruber Mitglied der Sozial­demo­kratischen Partei Österreichs (SPÖ) und der Freien Gewerk­schaften, bis beide Organi­sationen 1934 zwangs­weise aufgelöst werden. Zwischen 1924 und 1934 ist er Gruppen-Vertrauens­mann der Eisen­bahner und seit 1925 Mitglied im Republi­kanischen Schutz­bund.
Obwohl er 1934 pensioniert wird, stellt die Eisen­bahn-Gesell­schaft ihn ab März 1938 wieder als Fahr­dienst­leiter ein.
Gruber gehört nach dem „Anschluss” Öster­reichs ab Anfang 1940 an leiten­der Stelle der Organi­sation der illegalen „Revolu­tionären Sozialis­ten Öster­reichs” als Gruppen­führer und Vertrauens­mann an. Aus zuverläs­sigen ehemaligen Mitglie­dern der SPÖ und der Freien Gewerk­schaften baut er auch in seinem Betrieb eine Gruppe auf, für die er Mitglieder anwirbt und Mit­glieds­beiträge kassiert.
Der Bahn­beamte wird deswegen vom 6. Senat des „Volks­gerichts­hofs” am 8. Januar 1943 wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 23. März 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von August Gruber

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen August Gruber vom 8. Januar 1943

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Sterbeurkunde von August Gruber vom 24. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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