Rudolf Grupe

14. September 1914, Hamburg – 5. Juli 1940
Rudolf Grupe

Erkennungsdienstliches Foto von Rudolf Grupe

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7654

Rudolf Grupe wird nach dem Tod seiner Mutter vom Vater aufgezogen, verlässt jedoch mit 16 Jahren den väterlichen Haushalt und arbeitet als Hafen- und Transportarbeiter in Hamburg. 1932 wird er erstmals wegen Eigentumsdelikten zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt und zieht nach der Verbüßung der Strafe nach Berlin, wo er in den Freiwilligen Arbeitsdienst eintritt.
Anschließend ist er als Kohlenträger und Arbeiter tätig. 1935 wird er erneut straffällig und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, die er bis Januar 1940 im Strafgefangenenlager Esterwegen verbüßt.
Am 13. März 1940 wird er wieder festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit Hermann Below und Walter Kauffmann, die er aus der Haft kennt, Einbrüche in Berliner Lebensmittelgeschäfte begangen zu haben.
Er wird am 24. Mai 1940 vom Sondergericht III beim Landgericht Berlin gemeinsam mit Below und Kauffmann als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” wegen fortgesetzen schweren Diebstahls auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode verurteilt.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Rudolf Grupe am 5. Juli 1940 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rudolf Grupe

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Rudolf Grupe vom 5. Juli 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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