Joachim Grylla

9. Juli 1916, Kuhnau/Kreis Kreuzburg (Kuniów) – 29. April 1944
Joachim Grylla

Erkennungsdienstliches Foto von Joachim Grylla, 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Frankfurt/Oder, Nr. 420/1

Der Rangierarbeiter Joachim Grylla wird am 6. Mai 1943 festgenommen und am 25. Mai 1943 auf der Grundlage der „Volks­schädlings­verordnung“ angeklagt. Ihm wird vorge­worfen, in Eisenbahnwagen eingebrochen und daraus Güter gestohlen zu haben.
Das Sondergericht bei dem Landgericht Frankfurt/Oder verurteilt ihn am 22. Juni 1943 zu sechs Jahren Zuchthaus. Grylla tritt diese Strafe zunächst im Gefangenenlager Rodgau an.
Nachdem der Generalstaatsanwalt beim Kammergericht Berlin am 10. Oktober 1943 Einspruch gegen die Nichtverhängung einer Todesstrafe einlegt hat, hebt das Reichs­gericht das Urteil auf und verweist die Neuver­hand­lung an das Sondergericht bei dem Landgericht Berlin.
Joachim Grylla wird am 28. März 1944 zum Tode ver­urteilt und am 29. April 1944 in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift gegen Joachim Grylla, 25. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Frankfurt/O. Nr. 420/1

Mitteilung über den Abgang des Gefangenen Joachim Grylla von Frankfurt/Oder in das Gefangenenlager Rodgau, 8. Juli 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Frankfurt/O. Nr. 420/4

Sterbeurkunde von Joachim Grylla vom 3. Mai 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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