Wilhelm Guddorf
1922 tritt er der KPD bei und arbeitet zunächst als Redakteur bei der „Freiheit” und dem „Rhein-Ruhr-Pressedienst” der KPD. Ab 1926 leitet Guddorf die außenpolitische Redaktion der „Roten Fahne”. Er ist von 1930 bis 1942 mit Hilde Morgner verheiratet und hat mit ihr eine Tochter.
Wegen illegaler Verbreitung der „Roten Fahne” im März 1934 festgenommen, wird Guddorf zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilt, die er in Luckau verbüßt. Die Gestapo überstellt ihn anschließend in das KZ Sachsenhausen.
Nach seiner Entlassung nimmt er 1939 Kontakt zu Freunden aus der Haft in Berlin und zu anderen Hitler-Gegnern aus dem kommunistischen Widerstand auf.
Guddorf ist in einer wissenschaftlichen Buchhandlung beschäftigt. Dort lernt er Eva-Maria Buch kennen, mit der er in der Folgezeit befreundet ist und illegal arbeitet. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit Harro Schulze-Boysen. Guddorf ist an der Ausarbeitung von Flugschriften beteiligt, verfasst Artikel für die illegale „Innere Front” und gehört zu den führenden Köpfen der Roten Kapelle.
Nach der Enttarnung der Gruppe wird Guddorf im Oktober 1942 festgenommen. Am 15. Februar 1943 wird er vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 13. Mai im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Wilhelm Guddorf mit Tochter Isa, Berlin 1932
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Gefangenenkarte von Wilhelm Guddorf
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Wilhelm Guddorf, 14. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







