Paul Günther

28. Februar 1890, Thalberg – 4. Dezember 1943
Der Wach­führer Paul Günther entwendet nach einem alliierten Luftan­griff aus der Berliner Fabrik, in der er arbeitet, mit zwei Kolleginnen 750 Zigaretten und 60 Zigarren.
Das Sonder­gericht III beim Land­gericht Berlin verurteilt ihn als „Volks­schädling” wegen gemein­schaftlichen Dieb­stahls am 3. Dezem­ber 1943 zum Tode, die beiden Frauen erhalten jeweils fünf Jahre Zuchthaus.
Nach der tele­fonisch durch­gegebenen Anordnung des Reichs­justiz­ministers, das Urteil sofort zu voll­strecken, wird Paul Günther am 4. Dezember 1943 im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Günther

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts III bei dem Landgericht Berlin gegen Paul Günther vom 3. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 4021/1

Anordnung der sofortigen Urteilsvollstreckung gegen Paul Günther durch den Reichsjustizminister vom 3. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 4021/1

Sterbeurkunde von Paul Günther vom 6. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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