Franz Gütter

7. Juni 1893, Wasserau (Horšovský Týn) – 30. Juli 1942
Franz Gütter

Erkennnungsdienstliche Aufnahme von Franz Gütter, 1940

Bundesarchiv R 3018/6133

Der Sohn eines Kleinbauern arbeitet nach der Volks­schule als Maurer und Kutscher und nimmt als Soldat der öster­reichisch-ungarischen Armee am Ersten Weltkrieg teil. 1930 über­nimmt seine Frau das Geschäft seiner Mutter, auf­grund von Auslagen gerät die Familie jedoch in wirt­schaftliche Schwie­rig­keiten. 1933 begründet er eine Ortsgruppe der DNSDAP (tschechoslowakische national­sozialistische Partei der deutschen Minder­heit) in Wasser­au mit, nach deren Auf­lösung tritt er 1935 in die Sudeten­deutsche Partei (SdP) ein.
1935 wird er als V-Mann für den deutschen Nachrichten­dienst tätig, unter anderem für die Abwehrstelle des Wehrkreises VII in München. Zeitgleich lässt er sich für den Nachrichten­dienst der tschechischen Gendar­merie in Hostau anwerben und übermittelt Einzelheiten etwa über die Mitglieder der SdP.
Nach der Annexion der Sudeten und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Franz Gütter am 17. Januar 1940 festgenom­men, am 5. März 1942 vom 5. Senat des „Volksgerichts­hofs” wegen „Lan­desverrats” zum Tode verurteilt und am 30. Juli 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Gütter

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Franz Gütter vom 17. Oktober 1941

Bundesarchiv R 3017/53386

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Franz Gütter vom 16. März 1942

Bundesarchiv R 3017/10297

Ablehnung der Begnadigung von Franz Gütter durch den Reichsjustizminister vom 20. Juli 1942

Bundesarchiv R 3018/6133

Sterbeurkunde von Franz Gütter vom 31. Juli 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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