Michel Guichard

23. April 1925, Paris – 29. September 1944
Der Franzose Michel Guichard kommt im Oktober 1942 als „Zivilarbeiter” zur Firma Askania in Berlin-Steglitz und arbeitet dort als Hilfsbohrer. Weil er im Dezember seiner Arbeit fernbleibt, wird er für 56 Tage in ein „Arbeits­erziehungslager” gebracht. Nach seiner Entlassung kehrt er zunächst nach Frankreich zurück. Im Januar 1944 kommt er erneut nach Berlin und lebt von Diebstählen und Einbrüchen.
Das Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin verurteilt Michel Guichard wegen zahlreicher Geschäfts­einbrüche auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung” am 24. August 1944 zum Tode. Neun weitere der insgesamt 31 Angeklagten werden ebenfalls zum Tode verurteilt, die Anderen erhalten zum Teil hohe Zuchthausstrafen.
Der 19-jährige Michel Guichard wird am 29. September 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Michel Guichard

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils, 22. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3072/25

Sterbeurkunde von Michel Guichard vom 30. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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