Franz Gurecký

11. September 1914, Sterkrade – 8. September 1944
Franz Gurecký arbeitet zuletzt als Kraftfahrer in Mährisch Ostrau (Moravská Ostrava) und kommt nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht als „Zivilarbeiter” nach Berlin.
Ihm wird vorgeworfen, von November 1943 bis Januar 1944 zusam­men mit Bohumil Mácha und Johann Koklar an mehreren Einbrüchen in private Luftschutzbunker am Berliner Stadtrand beteiligt gewesen zu sein. Die gestoh­lenen Wäsche- und Kleidungs­stücke werden von Máchas Verlobter genutzt oder weiterver­äußert.
Am 15. August 1944 verurteilt das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin die drei jungen Männer auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlings­verordnung” wegen „Bunkerdiebstahls” zum Tode.
Sein Gnadengesuch und das seines Verteidigers werden abgelehnt und Franz Gurecký am 8. September 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteilstenor des Sondergerichts V beim Landgericht Berlin gegen Bohumil Mácha und andere vom 15. August 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311/9

Eingabe des Verteidigers von Franz Gurecký vom 23. August 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311/3

Gnadengesuch von Franz Gurecký vom 2. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311/3

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über den Abgang des Gefangenen Franz Gurecký vom 8. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311/3

Sterbeurkunde von Franz Gurecký vom 9. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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