Martha Gurth

28. August 1894, Berlin-Spandau – 27. Juli 1944
Martha Stunek arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule als Haushaltshilfe und Fabrikarbeiterin. 1917 heiratet sie den Monteur Karl Gurth. Das Ehepaar hat zwei Kinder, Martha Gurth ist seit der Hochzeit als Hausfrau tätig.
Sie wird am 3. August 1943 festgenommen und wegen „wehrkraftzersetzender Feindpropaganda“ angeklagt. Ihre Gesprächspartnerinnen denunzieren sie, als sie am 2. August 1943 in Berlin auf offener Straße über Adolf Hitler schimpft und ihn als Kriegsverbrecher be­zeichnet.
Der 1. Senat des „Volksgerichtshofs“ verurteilt sie am 9. Juni 1944 zum Tode. Martha Gurth wird am 27. Juli 1944 in der Strafanstalt Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage gegen Martha Gurth,
21. April 1944

Bundesarchiv R 3017/32263

Urteil des "Volksgerichtshofs" gegen Martha Gurth, 9. Juni 1944

Bundesarchiv R 3017/32263

Gnadengesuch des Ehemannes für Martha Gurth, 13. Juni 1944

Bundesarchiv R 3017/32263

Überstellung von Martha Gurt aus dem Frauengefängnis Barnimstraße nach Plötzensee zwecks Vollstreckung der Todesstrafe

Landesarchiv Berlin A Rep. 365, Nr. 81

Protokoll über die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Martha Gurth, 27. Juli 1944

Bundesarchiv R 3017/32263

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