Hans-Joachim Guter

24. Juni 1914, Stolp (Słupsk) – 23. Juli 1943
Hans-Joachim Guter wird am 24. Juni 1914 in Stolp geboren und arbeitet nach dem Besuch der Gemeinde­schule als Hüte­junge und Lauf­bursche. Im Verlauf der 1930er Jahre wird er wegen Bettelns und Dieb­stahls mehrmals zu gering­fügigen Gefängnis­strafen verurteilt.
Im September 1939 wird er vom Amts­gericht in Stolp wegen „schweren, einfachen und versuchten schweren Rück­falldieb­stahls“ zu über zwei Jahren Zucht­haus verurteilt und nach der Verbüßung der Strafe Anfang Mai 1942 in das Konzen­trations­lager Ravens­brück überführt. Von dort flieht er Anfang August 1942 und kehrt nach Berlin zurück.
Im Herbst 1942 begeht er mit einem Bekannten in Lehnitz erneut mehrere Einbrüche in Wohn­häuser.
Hans-Joachim Guter wird festgenommen, am 8. Juni 1943 vom Sonder­gericht IV beim Land­gericht Berlin nach der „Volks­schäd­lingsver­ordnung“ zum Tode verurteilt und am 23. Juli 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hans-Joachim Guter

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts IV beim Landgericht Berlin gegen Hans-Joachim Guter vom 8. Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6084

Mitteilung aus dem Konzentrations­lager Ravensbrück über die Flucht von Hans-Joachim Guter vom 25. November 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 16084

Sterbeurkunde von Hans-Joachim Guter vom 24. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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