Karel Haas

9. August 1913, Olmütz (Olomouc) – 3. Mai 1943
Karel Haas

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Haas, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-468-19

Karel Haas wird am 9. August 1913 in Olmütz geboren und nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” und der Auflösung der Tsche­choslowakischen Armee im Frühjahr 1939 als Offi­zier aus dem Heeres­dienst entlassen. Danach arbeitet er als Aktuar-Adjunkt bei der Bezirksbehörde in Zlín.
Ab Herbst 1940 ist Karel Haas in die Tätigkeiten des Wider­standsnetzwerks um den Piloten Vladislav Bobák invol­viert, der für den sowjetischen Geheimdienst eine Spionageorganisation in Prag und Brünn aufbaut und durch an­geworbene Männer und Frauen hauptsächlich die Stär­ke und Ausrüstung der einzelnen militärischen Ein­heiten im „Protektorat” auskundschaften lässt. Zusam­men mit seinem Kolle­gen Zbyněk Dienstbier ist er an der Beschaf­fung und Herstellung von falschen Ausweisen für von der Gestapo gesuchte Tschechoslowaken und für den sow­jetischen Nachrichtendienst im „Protektorat” beteiligt.
Karel Haas wird im April 1941 festgenommen, vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 27. November 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt und am 3. Mai 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plöt­zensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Haas vom 31. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-468-6

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Haas vom 27. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-468-6

Bescheid des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Karel Haas vom 3. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-468-9

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