Karel Habán

10. Juni 1895, Krzowy (Křoví) – 18. Dezember 1942
Karel Habán

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Habán, 1940

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. III

Karel Habán nimmt als Soldat der öster­reichisch-unga­rischen Armee am Ersten Welt­krieg teil. Nach seiner Ge­fangen­nahme im Juni 1918 schließt er sich der Tsche­choslowa­kischen Legion an und dient bis 1920 im Tsche­choslowa­kischen Heer, aus dem er als Leutnant der Reserve entlassen wird.
Anschließend tritt er in den Polizei­dienst ein, wo er vor allem im Ab­wehr­dienst tätig ist. Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht arbeitet er ab April 1939 in der Gestapo­leit­sstelle Prag als Dolmetscher und Über­setzer.
Karel Habán schließt sich der nationalen Wider­stands­bewegung an und wird Mitglied der geheim­en Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation). Er übermittelt deren Leitung Hinweise zu ge­planten Maß­nahmen der Gestapo gegen die Wider­stands­bewe­gung.
Der Vater dreier Kinder wird am 6. Mai 1940 fest­genom­men und am 12. Juni 1942 vom „Volks­gerichtshof” zu­sammen mit Karel Jaroš und sieben weiteren Angeklag­ten wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt. Karel Habán wird am 18. Dezember 1942 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Habán

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 14. Januar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-352-2

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 12. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV

Brief seiner Frau Olga und der Tochter Nora an Karel Habán mit auszugsweiser Übersetzung vom 14. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. I

Bekanntmachung der Hinrichtung von Karel Habán und anderen, plakatiert am Ende Dezember 1942 in Prag

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV

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