Karel Habán
Anschließend tritt er in den Polizeidienst ein, wo er vor allem im Abwehrdienst tätig ist. Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht arbeitet er ab April 1939 in der Gestapoleitsstelle Prag als Dolmetscher und Übersetzer.
Karel Habán schließt sich der nationalen Widerstandsbewegung an und wird Mitglied der geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation). Er übermittelt deren Leitung Hinweise zu ge­planten Maßnahmen der Gestapo gegen die Wider­standsbewegung.
Der Vater dreier Kinder wird am 6. Mai 1940 festgenom­men und am 12. Juni 1942 vom „Volksgerichtshof” zu­sammen mit Karel Jaroš und sieben weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Karel Habán wird am 18. Dezember 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Habán
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 14. Januar 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-352-2
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 12. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV
Brief seiner Frau Olga und der Tochter Nora an Karel Habán mit auszugsweiser Übersetzung vom 14. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. I
Bekanntmachung der Hinrichtung von Karel Habán und anderen, plakatiert am Ende Dezember 1942 in Prag
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV

















































































