Jan Habrda

6. Dezember 1912, Trebitsch (Třebíč) – 16. August 1943
Jan Habrda

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jan Habrda

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-6

Jan Habrda wird am 6. Dezember 1912 Trebitsch ge­boren und macht eine Ausbildung zum Radio­mechaniker. Er dient zwischen 1934 und 1936 als Mecha­niker-Gefrei­ter im Tschecho­slowakischen Heer und wird nach der Ent­lassung aus dem Militär in den tschecho­slowa­kischen Postdienst übernommen, wo er im Abhör­dienst der Funk­überwachungs­stelle tätig ist.
Habrda lernt Ende Juli 1940 durch Vermittlung eines Bekannten den sowjetischen Agenten Vladislav Bobák kennen. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen General­konsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionage­organisation auf, für die er neue Agenten und Informanten anwirbt. Um eine Funk­verbindung mit der sowjetischen Funkstelle Kyr aufnehmen zu können, stellt Habrda für Bobák Ende August 1940 ein Morse­übungs­gerät, einen Kurzwellen­sender, einen Kurz­wellen­empfän­ger und einen Wellen­messer her. Anfang 1941 beschafft er noch einmal mehrere Einzel­teile für Kurz­wellen­emp­fänger und fertigt eine Zeichnung für den Bau eines Empfängers an.
Jan Habrda wird am 15. März 1941 festge­nommen und zusammen mit weiteren Angeklagten am 12. November 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. August 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Habrda vom 31. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Habrda vom 12. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Gnadengesuch und Übersetzung des Gnadengesuchs von Jan Habrda, 26. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-6

Ablehnung des Gnadenerweises für Jan Habrda durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Sterbeurkunde von Jan Habrda vom 17. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück