Jan Habrda
Habrda lernt Ende Juli 1940 durch Vermittlung eines Bekannten den sowjetischen Agenten Vladislav Bobák kennen. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen Generalkonsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionageorganisation auf, für die er neue Agenten und Informanten anwirbt. Um eine Funkverbindung mit der sowjetischen Funkstelle Kyr aufnehmen zu können, stellt Habrda für Bobák Ende August 1940 ein Morseübungs­gerät, einen Kurzwellensender, einen Kurzwellenempfän­ger und einen Wellenmesser her. Anfang 1941 beschafft er noch einmal mehrere Einzelteile für Kurzwellenemp­fänger und fertigt eine Zeichnung für den Bau eines Empfängers an.
Jan Habrda wird am 15. März 1941 festgenommen und zusammen mit weiteren Angeklagten am 12. November 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Habrda vom 31. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Habrda vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Gnadengesuch und Übersetzung des Gnadengesuchs von Jan Habrda, 26. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-6
Ablehnung des Gnadenerweises für Jan Habrda durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Sterbeurkunde von Jan Habrda vom 17. August 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






















































































































