Hermann Hagemann

12. Oktober 1908, Berlin – 11. Februar 1935
Der Zimmermann Hermann Hagemann gehört der KPD und dem Roten Frontkämpferbund (RFB) an.
Am 15. Oktober 1931 kommt es zu einem Überfall durch Angehörige des RFB auf ein Verkehrslokal der SA in der Richardstraße in Berlin-Neukölln. Bei Schüssen auf die Gaststätte werden drei Männer schwer verletzt, der Wirt Heinrich Böwe stirbt zwei Tage später an den Schuss­verletzungen.
Nach umfangreichen Ermittlungen werden im April 1932 24 Personen vor dem Berliner Landgericht angeklagt. Sie werden jedoch alle vom Vorwurf des Mordes freige­sprochen.
Im Januar 1933 wird der RFB-Funktionär Walter Guhl in einem zweiten Prozess wegen Totschlags zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.
Im Rahmen weiterer Ermittlungen gerät Hermann Hagemann, der sich zu diesem Zeitpunkt wegen seiner Beteiligung an zwei Raubüberfällen in Haft im Zuchthaus Sonnenburg befindet, in den Verdacht, einer der Schützen bei dem Überfall im Oktober 1931 gewesen zu sein.
Während der Verhöre gesteht er seine Beteiligung und wird am 29. Dezember 1934 in das Strafgefängnis Plötzensee überstellt. Hier begeht er am 11. Februar 1935 Suizid.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hermann Hagemann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Hermann Hagemann vom 11. Februar 1935

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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