Albrecht von Hagen
Hagens Ablehnung des Nationalsozialismus ist der militärischen Führung bekannt. Dennoch wird er in der Organisationsabteilung des Oberkommandos des Heeres unter Generalmajor Hellmuth Stieff beauftragt, sich mit Problemen der Kriegsspitzengliederung auseinander zu setzen. Zusammen mit seinem Freund Major Joachim Kuhn versteckt Hagen im November 1943 zwei Sprengstoffpakete, die für das geplante Attentat auf Hitler bestimmt sind. Dabei werden die Offiziere von der Geheimen Feldpolizei beobachtet, jedoch nicht erkannt. Später übergibt Hagen erneut Sprengstoff an Stieff, der die Pakete im Mai 1944 an Claus Schenk Graf von Stauffenberg weiterleitet.
Nach dem gescheiterten Anschlag vom 20. Juli 1944 wird Albrecht von Hagen festgenommen und bereits im ersten Prozess gegen die Verschwörer vor dem „Volksgerichtshof” am 8. August 1944 zum Tode verurteilt und am selben Tag im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Artikel „8 Verräter vom 20. Juli gehängt”, Berliner Lokal-Anzeiger, 9. August 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Erste Festnahmeliste der „Gestapo-Sonderkommission 20. Juli 1944” vom 24. Juli 1944
Bundesarchiv NS 6/4
Albrecht von Hagen vor dem „Volksgerichtshof”, 8. August 1944
Privatbesitz
Abschrift des Abschiedsbriefs von Albrecht von Hagen an seine Frau Erica vom 8. August 1944
Bundesarchiv NS 6/18
Sterbeurkunde von Albrecht von Hagen vom 11. August 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















