Kurt Hahn
Nach dem deutschen Überfall auf Polen im Sommer 1939 nimmt Hahn an den Feldzügen in Polen und in der Sowjetunion teil. 1943 wird er als Oberst Chef des Stabes unter dem Chef des Heeresnachrichtenwesens General Erich Fellgiebel.
Hahn ist in die Umsturzpläne der Verschwörer eingeweiht und befindet sich am 20. Juli 1944 im Lager des Oberkommandos des Heeres Mauerwald bei Lötzen in Ostpreußen, etwa 15 Kilometer vom Ort des Anschlags entfernt. Der Versuch, nach dem Attentat auf Hitler die Nachrichtenwege zu blockieren, misslingt.
Kurt Hahn wird am 12. August 1944 festgenommen und am 4. September 1944 mit sechs weiteren Offizieren vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt. Er wird noch am selben Tag im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet. Erst drei Wochen nach seiner Ermordung wird seiner Frau die Vollstreckung des Todesurteils mitgeteilt.
Dokumente
Liste der aus der Wehrmacht Ausgestoßenen nach den Sitzungen des „Ehrenhofs des Heeres”, 16. September 1944
Bundesarchiv Militärarchiv
Kurt Hahn in der Anklagebank des „Volksgerichtshofs”, 4. September 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Mitteilung des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof” an Melanie Hahn über die Vollstreckung des Todesurteils an Kurt Hahn, 27. September 1944
Privatbesitz
Mitteilung des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof” an Melanie Hahn, 3. Oktober 1944. Die Herausgabe des Leichnams von Kurt Hahn an seine Ehefrau wird verweigert.
Privatbesitz
Sterbeurkunde von Kurt Hahn vom 6. September 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















