Richard Haiden

10. April 1898, Leoben – 7. Dezember 1939
Der Berg­arbeiter Richard Haiden lebt mit seiner Frau Maria in Eisenerz in der Steier­mark. Er gehört der Glau­bens­gemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Mit Beginn des Zweiten Welt­krieges wird er zur Wehr­macht ein­gezogen und verweigert aus religiösen Gründen den Militär­dienst und den Eid auf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegs­sonder­straf­rechts­verord­nung” in Kraft getreten, nach der die Verwei­gerung des Militär­dienstes als „Zerset­zung der Wehr­kraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Richard Haiden wird festge­nommen und am 3. Oktober 1939 vom Ober­reichs­kriegs­anwalt angeklagt. Er wird am 16. November vom Reichs­kriegs­gericht zum Tode verur­teilt und am 7. Dezember 1939 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Richard Haiden

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Richard Haiden vom 7. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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