Maximilian Haimerl

6. Juli 1908, Kallmünz/Oberpfalz – 8. Februar 1943
Nach dem Besuch der Volks- und Handels­schule in Regens­burg arbeitet Maximilian Haimerl im Futter­mittel­geschäft seines Vaters. Im Mai 1931 tritt er der NSDAP und der SS bei und leistet als aktiver SS-Mann Dienst bei der Stabs­wache in Braunschweig.
Nach Auseinan­dersetzungen mit Vorgesetzten und Kameraden emigriert er im November 1933 in die Tschecho­slowakei. Dort verfasst er einen Artikel mit dem Titel „Ein SS-Mann desertiert“, der in einer kommu­nistischen Zeitschrift veröffent­licht und auch in Deutsch­land verbreitet wird.
Maximilian Haimerl wird im August 1940 im sogenannten General­gouverne­ment festge­nommen und wegen „Vor­be­reitung zum Hoch­verrat“ angeklagt.
Der 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ verurteilt Maximilian Haimerl am 19. Oktober 1942 zum Tode. Er wird am 8. Februar 1943 in der Straf­anstalt Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Maximilian Haimerl

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Maximilian Haimerl, 27. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/42894

Tenor des Todesurteils gegen Maximilian Haimerl, 19. Okober 1942

Bundesarchiv R 3017/42894

Sterbeurkunde von Maximilian Haimerl vom 9. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück