Max Haindl

21. Dezember 1892, München – 26. Juni 1942
Max Haindl besucht die Volks­schule und erlernt danach das Buchdrucker­handwerk in München, wo er seine Gesellenprüfung ablegt. Er nimmt zwischen 1914 und 1918 am Ersten Weltkrieg teil, wird in Frankreich und Russland eingesetzt und dabei schwer verwundet. Er erhält das Verwun­deten­abzeichen in schwarz, das Frontkämpfer­ehrenkreuz und das Eiserne Kreuz zweiter Klasse.
Nach dem Krieg arbeitet Haindl in Berlin. 1922 erwirbt er einen eigenen Druckerei­betrieb, welcher ab 1933 wegen des Verbots einer Reihe von Zeitschriften jedoch in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät.
Am 7. März 1942 wird Max Haindl unter dem Vorwurf festgenommen, einen Druckerei­lehrling zum Diebstahl von Lebensmittel­marken und einer Druckplatte anstiftet zu haben, um mit diesen selbst weitere Marken zu fälschen.
Haindl wird wegen Urkunden­fälschung angeklagt und wegen „Kriegswirtschafts­verbrechen“ vom Sonder­gericht I bei dem Landgericht Berlin am 10. April 1942 zum Tode verurteilt.
Max Haindl wird am 26. Juni 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Max Haindl

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Max Haindl vom 27. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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