Josef Hájek

29. März 1910, Otrotschin (Otročiněves) – 7. Juni 1943
Josef Hájek

Aufnahme von Josef Hájek

Bundesarchiv R 3017/14922

Josef Hájek kommt am 29. März 1910 in Otrotschin (Otročiněves) zur Welt und ist später bei den Tschecho­slowakischen Staats­bahnen tätig. Er lebt mit seiner Frau in Hiskau (Hýskov) und gehört der Wander­gruppe des sozial­demokra­tischen Arbeiter­sportver­eins an.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht lernt er im Juni 1939 den Gendar­merie-Oberwacht&swhy;meister Václav Smrkovský kennen, der seit Mai der geheimen Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Verteidi­gung der Nation) angehört. Diese plant den bewaff­neten Aufstand gegen die NS-Besatzung. Als Orts­kommandant des benach­barten Neuhütten (Nová Huť pod Nižbore) versucht Smrkovský eine militärische Formation vor Ort aufzu­bauen. Josef Hájek wird ON-Ortskom­mandant von Hiskau, verschafft der Organisa­tion zahlreiche neue Mitglieder und sorgt für die Über­mittlung von entwen­detem Sprengstoff.
Am 13. Juni 1940 wird Josef Hájek im Zuge einer grö­ßeren Verhaftungs­welle festge­nommen. Der „Volksge­richtshof” verurteilt ihn am 25. Januar 1943 zusammen mit Václav Smrkovský und sieben weiteren Angeklagten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Sie alle werden am 7. Juni 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Václav Smrkovský und andere vom 30. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14922

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Václav Smrkovský und andere vom 25. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/14922

Schnellbrief des „Reichsprotektors” vom 28. April 1943 mit Einverständnis zur Hinrichtung von Josef Hájek und anderen

Bundesarchiv R 3001/146986

Mitteilung des Reichsjustizministers über die Ablehnung der Begnadigung von Josef Hájek und weiterer Verurteilter vom 21. Mai 1943

Bundesarchiv R 3001/146986

Sterbeurkunde von Josef Hájek vom 8. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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