Gerhard Halbeck

7. April 1898, Berlin – 13. Oktober 1943
Gerhard Halbeck arbeitet nach der Schulentlassung als Hausdiener. Er nimmt ab 1917 am Ersten Weltkrieg teil und wird 1920 aus der Reichswehr entlassen. Anschließend ist er als Fahrer tätig und wird nach einer Phase der Arbeitslosigkeit 1938 als Postfacharbeiter beim Postamt am Nordbahnhof in Berlin eingestellt.
Im September 1939 wird er zur Wehrmacht eingezogen, im folgenden Jahr jedoch aus dem Dienst entlassen. Nach seiner Rückkehr nach Berlin arbeitet er in der Feldpostsammelstelle in der Lehrter Straße.
Am 8. Juli 1943 wird Gerhard Halbeck festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, in den Monaten zuvor Feld­postpäckchen gestohlen und den Inhalt teilweise für sich behalten und zum Teil verkauft zu haben. Er wird am 29. September 1943 auf der Grundlage der „Volks­schädlingsverordnung” vom Sondergericht VII beim Landgericht Berlin zum Tode verurteilt
Gerhard Halbeck wird am 13. Oktober 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gerhard Halbeck

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17112

Anklageschrift gegen Gerhard Halbeck, 10. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17111

Tenor des Todesurteils gegen Gerhard Halbeck, 29. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17112

Ablehnung eines Gnadenerweises für Gerhard Halbeck durch den Reichsminister für Justiz, 6. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17112

Mitteilung über die Hinrichtung von Gerhard Halbeck, 13. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17112

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