Pascal Hallais

4. April 1920, Caen – 15. September 1944
Der verheiratete Kraftfahrer Pascal Hallais kommt 1940 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. Hallais arbeitet in Bremen und wird am 3. März 1942 für den Diebstahl von zwei Koffern aus seinem Gemeinschafts­lager zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Nach der Verbüßung seiner Haft geht Hallais nach Berlin und tritt dort eine neue Stelle an. Anfang Juni 1943 verlässt er seine Arbeit, wird festgenommen und kommt für 56 Tage in ein „Arbeitserziehungslager“. Das Amts­gericht Berlin verurteilt ihn am 13. August 1943 wegen eines Diebstahls aus seinem Gemeinschaftslager zu sechs Monaten Gefängnis. Danach arbeitet er im April 1944 in Berlin-Tempelhof.
Am 16. Mai 1944 beteiligt sich Hallais an einem Kofferdiebstahl am Bahnhof Jüterbog. Das Sonder­gericht IV bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn am 24. August 1944 auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung“ zum Tode.
Der 24-jährige Pascal Hallais wird am 15. September 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Pascal Hallais

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils an Pascal Hallais durch Reichsjustizminister Thierack, 7. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1417/1

Sterbeurkunde von Pascal Hallais vom 16. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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