Rudolf Hallmeyer

3. Februar 1908, Plauen – 8. September 1943
Rudolf Hallmeyer

Rudolf Hallmeyer

Bundesarchiv R 3018/1717

Rudolf Hallmeyer ist der Sohn eines Buchdruckers. Während seiner Lehre als Rohrleger engagiert er sich im Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD), tritt 1931 der KPD bei und wird 1932 zum Stadtver­ordneten in Plauen gewählt.
Nach 1933 wirkt er zunächst als Instrukteur der illegalen KPD-Bezirksleitung Sachsen. Im April 1934 emigriert er in die Tschechoslowakei. Von dort aus reist Hallmeyer als KJVD-Instrukteur nach Magdeburg und Hannover. Im September 1935 nimmt er am 6. Weltkongress der Kommunistischen Jugendinternationale in Moskau teil und besucht anschließend die Lenin-Schule. Ende 1937 geht er nach Prag und 1938 nach Göteborg, wo er in der KPD-Auslandsabschnittsleitung arbeitet.
Im Frühjahr 1940 wird Hallmeyer nach Berlin geschickt, durch die Kriegsereignisse kommt er dort jedoch erst Ende Juni 1940 an. Nachdem Hallmeyer seine früheren Kontakt­partner in Magdeburg, Halle und Dresden aufgesucht hat, wird er Ende August 1940 in Berlin festgenommen.
Rudolf Hallmeyer wird am 5. August 1943 vom „Volksge­richtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rudolf Hallmeyer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofes” gegen Rudolf Hallmeyer, 5. August 1943

Bundesarchiv R 3017/48409

Sterbeurkunde von Rudolf Hallmeyer vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die Vollstreckung von Todesurteilen vom 7. bis 10. Sep­tem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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